FA Lahner KG, Industriestraße A Nr. 4, 2345 Brunn am Gebirge, Austria

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GALVANIK & METALLSCHLEIFEREI

Eloxieren

 

 

Was bedeutet Eloxal – Anodisation?

Beide Begriffe bezeichnen dasselbe!

Anodisation ist die internationale Bezeichnung.
Eloxal steht für
Elektrolytische
Oxidation von
Aluminium.

 

Die elektrolytische Oxidation oder die Anodisation wandelt die Metalloberfläche in eine harte und dichte Oxidschicht um, die fest mit dem Grundmaterial verbunden ist.

Sie bietet Schutz

  • gegen mechanische Einflüsse

  • ist korrosions und witterungsbeständig,

  • sowie gegen viele chemische Substanzen unempfindlich.

Das metallische Aussehen des Materials bleibt erhalten, da die Oxidschicht „transparent“ ist. Die mit Hilfe von Gleichstrom in einem Elektrolyten entstandene Oxidschicht kann durch verschiedene Verfahren eingefärbt werden. Dabei wird der Farbstoff in die Schicht eingelagert und bleibt daher vor Umwelteinflüssen geschützt.
Eloxiertes Aluminium kann ohne weiteres für eine Neuverarbeitung zurückgewonnen werden und stellt daher eine umweltverträgliche Art der Oberflächenveredelung dar.

Eigenschaften
Anodisch erzeugte Oxidschichten sind überwiegend transparent. Ein großer Teil des auf eine anodisierte Oberfläche fallenden Lichts wird nicht an der Oberfläche der Oxidschicht, sondern an der Grenzfläche zum Metall reflektiert. Deshalb bleibt das metallische Aussehen beim Eloxieren erhalten. Für die optische Wirkung von eloxiertem Aluminium ist die Art der Vorbehandlung und Beize daher von entscheidender Bedeutung.

Die Schicht leitet keinen elektrischen Strom an der Oberfläche!

 

Welche Stoffe lassen sich bei uns eloxieren?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbehandlung
Die Vorbehandlung hat die Aufgabe, die Oberflächen der Werkstücke in einen beschichtungsgerechten Zustand zu versetzen. Die Oberflächen müssen frei von Verschmutzung wie z.B.: Ölen, Fetten, Zieh- und Gießhäuten u.ä. sein.

Die Vorbehandlung kann mechanisch und / oder chemisch durchgeführt werden. Zu den mechanischen Vorbehandlungen gehören unter anderem: Putzen, Bürsten, Schleifen, Polieren, Strahlen, ...
Zu den chemischen Vorbehandlungen gehört das Entfetten, Beizen, Ätzen, ...

Man unterscheidet die chemische Vorbehandlung durch Beizen in alkalischer Lösung (matte Oberfläche) und die mechanische Vorbehandlung, z.B. durch Bürsten, Schleifen oder Polieren. So können unterschiedliche Oberflächeneffekte erzielt werden (Glanz, Schliff oder Mattierung).

Die Art der Vorbehandlung ist durch das entsprechende Kurzzeichen E0 bis E7 normgerecht gekennzeichnet. 
Bei uns ist sind folgende Vorbehandlungen nach DIN 17611 möglich: 

 

  • E0 - ohne wesentliche Oberflächenabtragung 
    Ziehriefen, Kratzer, Scheuerstellen und sonstige Oberflächenfehler bleiben sichtbar. 
    Für nicht dekorative oder untergeordnete dekorative Oberflächen, die nicht im Blickfeld liegen. 

     

  • E1 - geschliffen 
    Geschliffen, eloxiert und verdichtet Relativ gleichmäßige, etwas stumpf aussehende Oberfläche: Kleine Ziehriefen und Kratzer werden beseitigt (kein Planschliff). 
    Je nach Schleifkorn sind grobe bis feine Schleifriefen sichtbar.
     

     

  • E2 – gebürstet 
    Gebürstet, eloxiert und verdichtet Gleichmäßige, helle Oberfläche: Die Bürstenstriche sind sichtbar. 
    Ziehriefen, Kratzer etc. werden nur zum Teil entfernt. 
    Pflegefreundlich, erhöhter Selbstreinigungseffekt im Außenbereich. 
    Als mechanische Vorbehandlung meist angewendet. 

     

  • E3 - poliert 
    Poliert, eloxiert und verdichtet Glänzende Oberfläche: Ziehriefen, Kratzer etc. werden nur zum Teil entfernt. 
    Anwendung bevorzugt im Innenbereich. Pflegeleicht. 

     

  • E4 - geschliffen und gebürstet 
    Geschliffen und gebürstet, eloxiert und verdichtet Gleichmäßige helle Oberfläche: Riefen, Kratzer, Scheuerstellen etc., - vor allem verdeckte Korrosionserscheinungen, - die bei E0 oder E6 sichtbar werden können, werden beseitigt (kein Planschliff). Pflegeleicht.

     

  • E5 - geschliffen und poliert 
    Geschliffen und poliert, anodisiert und verdichtet Glatte, glänzende Oberfläche: Riefen, Kratzer, Scheuerstellen etc., - vor allem verdeckte Korrosionserscheinungen, - die bei E0 oder E6 sichtbar werden können, werden beseitigt (kein Planschliff). 

 

Kontaktierung
Aufgrund der besseren Haltbarkeit werden in unserer Firma überwiegend die sehr teuren Titangestelle eingesetzt. Vor dem Beschichtungsprozess muss geklärt sein, wo die Werkstücke kontaktiert werden können. Bereiche, die nicht eloxiert werden dürfen, müssen mit Abdecklacken, Klebebändern oder anderen geeigneten Materialien abgedeckt werden.

 

Farbvarianten
Wirtschaftliche Bedeutung haben Tauchfärbeverfahren und die elektrolytische Einfärbung. Beim Tauchfärbeverfahren werden die Eloxalschichten in ein Farbbad eingetaucht und in den verfahrensbedingten Poren lagern sich durch Adsorption Farbpartikel ein.

Bei uns sind folgende Farbvarianten nach dem Adorptionsverfahren möglich:

  • C0 Transparent (farblos)

  • C8 Schwarz

  • C4 Dunkelgold (auf Anfrage)

Bei genügend großer Stückzahl oder Übernahme des Aufwandes (Umpumpen, Entsorgung, ...) können wir auch andere adsorptive Farben offerieren. ( z. Bsp. Firmenfarben oder Spezialfarben)

 

Schichtdicken 
Wir erzielen Schichtdicken von 5 bis 25µm. 
Circa 2/3 der erzeugten Eloxalschicht „wachsen“ sozusagen in das Grundmaterial hinein, ca. 1/3 wird aufgetragen/aufgebaut! 
Unsere Schichtdickenmessgeräte werden laufend kalibriert und extern mehrmals im Jahr auf Genauigkeit überprüft. Die vereinbarten Schichtdicken können dadurch genauestens überprüft und somit auch garantiert werden!

Legende:

o = Optimal einsetzbar 
b = Bedingt einsetzbar 
-  = Äußerst bedingt oder nicht einsetzbar

Unsere hochmoderne und vollautomatische ELOXANLAGE

Warenfenster (Angabe in mm / kg)

max. Gewicht

Höhe

Breite

Länge

1.300

370

680

150

Rautiefe 
Mit speziellen Vorbehandlungen (chemischen und mechanischen) können wir Sonderwünsche von Kunden, betreffend Rautiefe auf eloxierten Oberflächen erzeugen. Dazu bieten wir auch eine Rautiefenvermessung, inkl. Auswertung, mit modernsten Messmitteln an!

 

Allgemeines 
Die Herstellung von anodischen Oberflächen erfolgt in mit geeigneten Elektrolytflüssigkeiten gefüllten Bädern unter Verwendung einer äußeren Stromquelle (Gleichrichter). Die Werkstücke werden im Beschichtungsbad als Anode geschaltet, daher werden Eloxalschichten auch "anodische Schichten" und der Eloxalprozess auch "Anodisation" genannt.

Verschiedene Verfahrensparameter beeinflussen das Beschichtungsergebnis, so zum Beispiel:

  • Elektrolytzusammensetzung

  • Temperatur

  • Elektrodenpotential (Spannung)

  • Signalform des elektrischen Stromes

  • Behandlungszeit

 

An den anodisch geschalteten Aluminiumwerkstücken findet eine Oxidationsreaktion statt. Diese Reaktion beginnt mikroskopisch betrachtet an bevorzugten Stellen, den Keimstellen der Oberfläche und breitet sich über die gesamte Oberfläche aus. Die Oxidationsbereiche stoßen aneinander und bedecken schließlich die gesamte Oberfläche; sie bilden eine hexagonale Zellenstruktur. 
Bei elektrischen Feldstärken >109 Vm-1 wird diese erste Schicht (Sperrschicht) durch Funkenentladung durchbrochen.

Nach der klassischen und zwischenzeitlich bestätigten Darstellung, besteht die Deckschicht aus hexagonalen, dicht gepackten, orthogonal zur Basisfläche stehenden Oxidprismen, von denen jedes einen Porenkanal enthält.

Die entstehenden Eloxalschichten haben abhängig vom beschichteten Aluminium-Grundwerkstoff eine silbrige bis graue Farbe.

Unsere neue Anlage zählt zu den modernsten Eloxalanlagen Österreichs und entspricht dem allerneuesten Stand der Technik! Die Elox-Bäder werden intern mittels täglicher Arbeitsaufzeichnung laut Arbeitsanweisung geprüft und periodisch intern und extern analytisch überwacht. Spülwässer werden mittels Ionentauscher (SWS- System- neueste Spültechnik) aufbereitet.

 

Nachbehandlung
Die verfahrensbedingten Poren in der anodischen Schicht lassen sich im Rahmen einer Nachbehandlung nutzen und müssen verdichtet „gesealt“ werden.

Auf die Einhaltung der entsprechenden Sealingzeiten (abhängig von der Schichtdicke) wird in unserer Fertigung allergrößter Wert gelegt!

Diese Heißwassernachverdichtung (Sealing) erfolgt bei ca. 96 Grad Celsius und verbessert den Korrosionsschutz der Oberflächenschicht (siehe schematische Abbildungen unten) Die Optimierung der dekorativen Eigenschaften erfolgt durch die adsorptive Einlagerung von Farbstoffen. Die anschließende Heißwassernachverdichtung fixiert zusätzlich die Farbe.

1. Unverdichtete Poren

3. Aufnahme von Hydratwasser

2. Quellung der Porenrandzone

4. Umwandlung zu Al2O3 * H2O

Ein Gespräch mit unserer Fachabteilung bzw. unseren Spezialisten kann klären, welche Art der Eloxalbeschichtung für Ihren speziellen Anwendungsfall, in Hinblick auf die Korrosionsbeständigkeit, Härte, elektrische Isolation und auf den dekorativen Aspekt geeignet ist. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!