Kaltbrünieren

Was bedeutet Kaltbrünieren?

Kaltbrünieren ist ein chemisches Oberflächenverfahren zur Schwarzfärbung von Stahl und Gusseisen. Im Gegensatz zu Warm- oder Heißbrünieren erfolgt der Prozess bei Raumtemperatur durch das Eintauchen oder Auftragen spezieller Brünierlösungen.

Dabei wird die metallische Oberfläche nicht beschichtet, sondern chemisch umgewandelt. Es entsteht eine sehr dünne, fest anhaftende Konversionsschicht aus Eisenoxiden bzw. Eisenphosphaten, die der Oberfläche eine schwarz bis dunkelgraue Farbe verleiht.

Eigenschaften der Kaltbrünierschicht

  • Schichtdicke: sehr gering (typisch < 1 µm)
  • Maßänderung: praktisch keine messbare Maßänderung
  • Optik: gleichmäßig schwarz bis anthrazit, je nach Material und Vorbehandlung
  • Haftung: chemisch gebunden an das Grundmaterial


Die Kaltbrünierung dient primär der optischen Veredelung und Reflexionsminderung. Ein nennenswerter Korrosionsschutz wird erst durch eine nachfolgende Konservierung (z. B. Ölen, Wachsen oder Versiegeln) erreicht.

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